2021
 



23.09.2021 - 09.01.2022:

Pepo Pichler. Personale
Pepo Pichler, geboren 1948 in Klagenfurt, ist ein Reisender zwischen verschiedenen Lebensformen, Kulturen und Welten, zwischen zwei Wohnsitzen im Kärntner Schloss Schmelzhofen und dem urbanen San Francisco. Diese kosmopolitische Haltung drückt sich auch in einer nahezu fünf Jahrzehnte andauernden künstlerischen Arbeit aus. Dazu kommt ein ausgeprägtes Interesse an der Geschichte, für alte Kulturen, das Archaische, für Ethnologie, Mythen, Riten und Kulte, für Erzählungen und Legenden, sowie eine Faszination für das Mystische und für Symbolik. Pepo Pichler ist aber auch ein Sammler realer Objekte, von antiken wie zeitgenössischen Artefakten, Produkten industrieller, maschineller Erzeugung, technischen Gerätschaften, Design und Dingen ungewöhnlicher Stofflichkeit. Er integriert Dinge der Realität, der zeitgenössischen Alltagskultur in die Kunst und gewährleistet damit eine Annäherungsmöglichkeit an die Wirklichkeit. Der Lust am Sammeln folgt jene am Bauen, Bilden, Konstruieren, am Erfinden und Kreieren. Auf dieser Basis entstehen Werke in einer großen Bandbreite. Die Ausstellung, in der überwiegend aktuelle Arbeiten, punktuell durch ältere ergänzt, vorgestellt werden, präsentiert einen Querschnitt durch die unterschiedlichen Methoden und Techniken, die sich innerhalb des Oeuvres finden – von der Grafik über die Malerei, die Collage, Skulptur, Objektinstallation, den Film, bis hin zur Assemblage und zum Environment. Die inhaltlichen Themen beziehen sich auf grundlegende Fragestellungen der Existenz, die mit Aspekte des Mythisch-Mystischen und Spuren des kollektiven Unbewussten zu einer individuellen Mythologie verbunden sind. Pepo Pichlers erzählt etwas über unser Dasein in einer modernen Lebenswelt, in einer Zeit des Überflusses und der Massenproduktion, und macht uns die Absurdität der Werte unserer neoliberalen Konsumgesellschaft bewusst. Gleichzeitig unterstreicht er die Einzigartigkeit von Mensch und Ding und zeigt uns die Schönheit unserer Welt in den unscheinbaren Dingen. Christine Wetzlinger-Grundnig


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