BILDER EINER LANDSCHAFT.
WOBRAZE KRAJINY. WOBRAZY KRAJINY. PODOBE POKRAJINE


Die Raumtexte dienen nur zu Ihrer Information und dürfen nicht weiterverwendet werden!

Jeden Dienstag wird ein neuer Raum vorgestellt. Die Informationen zu den bereits vorgestellten Räumen finden Sie am Anschluss!



Raum 9

Michael Kruscha (DE)




MICHAEL KRUSCHA, SINFONIE DER LAUSITZ, 2011, Acryl_Leinwand, 195 x 155 cm, © Michael Kruscha

MICHAEL KRUSCHA, SCHWARZE TAGE, Acryl_Leinwand, à 80 x 100 cm, © Michael Kruscha

MICHAEL KRUSCHA, O.T., 2018, Acryl_Leinwand, 80 x 100 cm, © Michael Kruscha

MICHAEL KRUSCHA, VERLORENE ORTE, 2013, Acryl_Leinwand, 110 x 155 cm © Michael Kruscha



Wüsten spielen eine besondere Rolle im Werk des Malers und Fotografen Michael Kruscha. Bei seinen weitführenden Reisen hat er stets jene Spuren mit der Kamera festgehalten, die der Mensch in diesen unwirtlichen Orten hinterlassen hat. Seit 2011 widmet er sich vor allem mit malerischen Arbeiten und Collagen den Lausitzer Sandgebirgen.

Der entscheidende Unterschied zu den Steppen in Kasachstan oder der Atacama-Wüste ist, dass der hiesige Kohleabbau menschengemachte Einöden schafft. Diese zerstörerischen Eingriffe wie auch die Prozesse der Transformation sind Zentrum einer Reihe großformatiger Kompositionen zum Thema. Feine, blaugraue, weiße und schwarze Linien ziehen sich durch ockerfarbene, verschwommene Landschaften. Die Natur verschwindet hier hinter der scharfen mechanischen Konstruktion, die dem gesamten Bildraum Halt und Spannung verleiht. Im Laufe der Zeit verlieren die Arbeiten des Künstlers diesen Kontrast zwischen der Feingliedrigkeit sowie grafischen Behandlung der technischen Elemente und der konturlosen, malerischen Darstellung der transformierten Natur.

Jüngere Werke sind geprägt durch einen durch und durch malerischen Duktus, der diese Elemente ineinander verschwimmen lässt. Das Konkrete wird in diesen Arbeiten zugunsten freierer Assoziationsräume aufgelöst. Die Formenanordnungen können als Ausdruck fließender Gedanken des Künstlers identifiziert werden, wie auch als offene Stellen, die anregen und als Projektionsflächen für die Assoziationen ihrer Betrachterinnen und Betrachter wirken. Neben dem Einsatz von Acryl und Tusche, Pinsel und Feder wird dies zusätzlich mit den Mitteln der Collage verstärkt. Michael Kruschas Blick auf die Lausitzer Tagebaulandschaften ist frei von Wehmut. Vielmehr ist es eine distanzierte wie fokussierte Betrachtung der brachialen Kraft, mit der sich die Maschinen kompromisslos in die Landschaft eingraben.


© Sabrina Kotzian





Raum 1 MARKO LIPUŠ (AT) und NIKA AUTOR (SI) ...>>>


Raum 2 IRWIN (SI) ...>>>


Raum 3 ZORKA L-WEISS (AT) ...>>>

Raum 4 MELITTA MOSCHIK (AT) und MARKO PELJHAN (SI) ...>>>


Raum 5 JOŠT FRANKO (SI) ...>>>

Raum 6 IRIS BRANKAČKOWA / IRIS BRANKATSCHK (DE) ...>>>

 


Raum 7 und 8 KARL VOUK (AT) ...>>>


Raum 9, Werke von Michael Kruscha (DE), Ausstellungsansicht "Bilder einer Landschaft", MMKK 2020, Foto: CWG

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