BILDER EINER LANDSCHAFT.
WOBRAZE KRAJINY. WOBRAZY KRAJINY. PODOBE POKRAJINE


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Raum 7 und 8

KARL VOUK (AT)




KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk

KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk

KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk

KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk

KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk

KARL VOUK, Natur_Natur, 2018 C-print, à 70 x 100 cm © Karl Vouk



In der Fotoserie SATKULA (2014) widmete sich Karl Vouk erstmals künstlerisch der Problematik des Braunkohletagebaus in der Lausitz.

Der Künstler fragt dabei, ob die Zerstörung von Landschaft und Kulturgut zugunsten von Energiegewinnung gerechtfertigt ist. Die Gefährdung der Kultur der Lausitzer Sorben, deren Dörfer für die Kohleförderung abgebaggert werden – seit 1924 sind bereits

136 Orte, davon 125 sorbisch-deutsche, verschwunden und 30 000 Menschen umgesiedelt worden – thematisiert

Karl Vouk, selbst Angehöriger der Minderheit der Kärntner Slowenen, auch in dem 12-minütigen Kurzfilm NATUR_NATUR...>>>.

Ein Teich, in den tausende Rotbauchunken umgesiedelt wurden, wird hier zum Gleichnis für die verschwundenen Orte, für Kultur- und Sprachverlust. Aufnahmen von riesigen Schaufelradbaggern, Förderbändern und von der devastierten Landschaft werden der scheinbaren Naturidylle des Teichs gegenübergestellt. Doch der Schein trügt, auch der Teich ist künstlich angelegt, als Resultat einer Renaturierungsmaßnahme. Die lauten Unkenrufe, die sich mit den Audioaufnahmen von Industriegeräuschen abwechseln, erklingen wie Weckrufe gegen das Verschwinden der niedersorbischen Sprache.


© Nora Leitgeb






Raum 7, Werk von Karl Vouk (AT), Ausstellungsansicht "Bilder einer Landschaft", MMKK 2020, Foto: CWG

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