BILDER EINER LANDSCHAFT.
WOBRAZE KRAJINY. WOBRAZY KRAJINY. PODOBE POKRAJINE


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Raum 3

ZORKA L-WEISS (AT)




ZORKA L-WEISS, Baum III, 2013, Acryl_Leinwand, 100 x 120 cm © Zorka L-Weiss

ZORKA L-WEISS, Baum IV, 2013, Acryl_Leinwand, 100 x 120 cm © Zorka L-Weiss

ZORKA L-WEISS, TRANSSIB 04, 2005, Aquarell_Bleistift, 27 x 45,5 cm © Zorka L-Weiss

ZORKA L-WEISS, TRANSSIB 14, 2005, Aquarell_Bleistift, 27 x 45,5 cm © Zorka L-Weiss

ZORKA L-WEISS, Würfelbaum, 2013, Acryl_Fichtenholz, 120 x 100 x 100 cm © Zorka L-Weiss


Die Werke von Zorka L-Weiss sind puristisch, präzise und klar, ohne individuellen Anstrich.
Ihre Erscheinung beruht auf der äußersten Reduktion der Bildmittel und auf einem streng rationalen Konstruktionsprinzip.
Dennoch ist für Zorka L-Weiss die konkrete Realität, die Landschaft, die wechselnde Erscheinungsform der Natur, der Ausgangspunkt.
Das Gesehene, hier ein Baum im Wandel der Jahreszeiten, wird in bildnerischen Parallelwelten umgesetzt. Diese beruhen auf einem Bild, das durch Anschauung und innere Erfahrung zustande kommt.


Es geht um die Projektion eines komplexen Wirklichkeitserlebnisses, für das der innere Bezug zur Welt und zu den Dingen wichtig ist.
Die Sinneseindrücke werden in Farbäquivalente verwandelt, sie werden in abstrakte geometrische Strukturen geordnet und in formale Beziehungen und Rhythmen übersetzt – in Bild und Skulptur. Dabei bewahrt die Farbe ihren Charakter und ihre illusionistischen Eigenschaften: die räumlich-flächige Ausdehnung, die Tiefenwirkung, die Korrespondenz- und Kontrastfähigkeit, ihr Ruhe- oder Bewegungspotential sowie ihre psychische chromatische Wirkung. Im bildnerischen Prozess löst sich die Arbeit vom Naturvorbild und von allen inhaltlichen Konnotationen und entwickelt sich zu einer autonomen, artifiziellen Gestaltung, die nicht mehr Sinnliches vorführt, sondern ausschließlich werkimmanenten Gesetzen folgt – gleich, ob ein kompliziertes, mathematisch-logisches Konstruktionsprinzip zugrunde liegt oder ob der bildarchitektonische Aufbau willkürlichen ästhetischen Entscheidungen folgt. Die Spur zur außerbildlichen Realität kann nur über die Werktitel und indirekt über die Farbe aufgenommen werden.


© Christine Wetzlinger-Grundnig







Raum 3, Werke von Zorka L-Weiss (AT), Ausstellungsansicht "Bilder einer Landschaft", MMKK 2020, Foto: CWG

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